Donnerstag, 14. Februar 2008

Indiana Jones 4 Teaser Trailer

Hier ist er endlich, der erste Teaser-Trailer zum vierten Teil der Indiana Jones-Reihe: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull!

Sonntag, 10. Februar 2008

Rob Zombie als Conan-Regisseur?

Ein neues Gerücht besagt, dass sich Horror-Regisseur und Soundtrack-Komponist Rob Zombie (House of 1000 Corpses, The Devil's Rejects, Halloween (2007)) mit dem Filmstudio Lionsgate getroffen hat und derzeit als Favorit bei der Suche nach einem Regisseur für das Remake von Conan - Der Barbar angesehen wird. Dieses Gerücht ist allerdings noch zu frisch, um es in irgendeiner Weise zu bestätigen.

Was ich von dieser möglichen Wahl halte, kann ich auch noch nicht genau sagen... Es könnte gut laufen, oder eben nicht. Das wird ganz davon abhängen, in welche Richtung sich das Remake bewegen wird. Nach letztem Stand soll der Film sich näher an die Vorlage von Robert E. Howard halten als der Conan-Film mit Arnold Schwarzenegger. Fest steht zumindest, dass eine Rob Zombie-Version von Conan eine dunklere Atmosphäre haben würde als der Klassiker, der Schwarzenegger zum Durchbruch verhalf.

Als Release-Jahr wird übrigens 2009 angepeilt.

Freitag, 8. Februar 2008

Inland Empire (2006) / ***

David Lynch macht Filme, die wie kaum andere offen sind für Interpretationen. Seine Filme sind immer unkonventionell und experimentell. Lynch ist ein erfolgreicher Regisseur und eigentlich schon lange angekommen in Hollywood, aber er will sich mit dem Studiosystem und dem Glanz Hollywoods nicht anfreunden. Dies machte er bereits in früheren Filmen deutlich, wie zum Beispiel in Mulholland Drive. Und er tut es wieder mit Inland Empire:

In einer der stärksten Metaphern des Films stürzt die Schauspielerin Nikki Grace (Laura Dern) blutend auf die Sterne des Walk of Fame. In ihrem Bauch klafft eine Wunde, verursacht durch einen Schraubenzieher, und das Blut tropft auf die Sterne der Glammerwelt, bis es eine dunkle Lache bildet.

Inland Empire ist ein schwer zugänglicher Film. Man muss ihn interpretieren und für sich selbst entdecken, weil es keine Handlung im eigentlichen Sinne gibt. Zumindest keine, die Spannung erzeugt. Der Film erzählt letzten Endes vom inneren Königreich des Menschen, und dieses kann nur der Zuschauer selbst für sich ergründen.

Lynchs Film hat eine Länge von fast drei Stunden. Damit ist er zu lang geraten. Trotz der gekonnt inszenierten Szenen, der sehr guten Schauspielleistung und des unverkennbaren Lynch-Stils hat der Film in weiten Strecken Längen, die es dem Zuschauer schwer machen, bei der Sache zu bleiben. Um es klarer zu sagen: Es kommt Langeweile auf und der wirre Erzählstil trägt nicht gerade dazu bei, diese zu vertreiben. Nun entsprachen Lynchs Werke noch nie der Kino-Norm, aber mit Inland Empire geht er für meinen Geschmack zu weit. Hätte er den Film um eine Stunde kürzer gemacht, hätte ich Inland Empire wohl als Ganzes genießen können und als kleines Meisterwerk bezeichnen können, aber so, wie der Film vorliegt, waren es nur einzelne Szenen, die mir besonders Spaß machten und in Erinnerung bleiben werden.

Positiv hervorzuheben ist die Schauspielleistung von Laura Dern. Nicht ohne Grund wollte David Lynch, dass sie für den Oscar nominiert wird, aber wegen der hohen Kosten einer Oscar-Kampagne (mehrere Millionen US-Dollar, wie Lynch erfuhr) konnten sie sich das nicht leisten und Lynch griff auf innovativere Wege zurück, um auf seine Hauptdarstellerin aufmerksam zu machen: Er setzte sich zusammen mit einer Kuh auf eine Verkehrsinsel in Hollywood. Das Ziel, die Oscar-Nominierung, hat er damit nicht erreichen können, aber doch auf den Film aufmerksam gemacht und wieder einmal bewiesen, was für ein kreativer Geist in seinem Kopf steckt.

Es ist schwer den Film zu bewerten. Schließlich ist er gewollt gegen den Strom erschaffen worden und funktioniert in weiten Teilen auch als visuelles Drama. Inland Empire ist selbst eine Metapher für das Kino, für das Sehen, Hören und Fühlen. Aber leider langweilt er an einigen Stellen, worunter das Sehvergnügen am Ende leidet. Trotzdem ist insgesamt ein akzeptabler Experimentalfilm entstanden (Lynch drehte zum ersten Mal komplett mit digitaler Technik), den sich jeder Lynch-Fan gerne einmal ansehen kann.

WERTUNG: 3/5

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Bob Marley-Doku von Martin Scorsese

Martin Scorsese wird eine weitere Musik-Dokumentation drehen, diesmal über Reggae-Sänger Bob Marley. Scorseses Doku über die Rolling Stones, Shine a Light, hatte gerade gestern auf der Berlinale Premiere.

Der Film über Bob Marley hat noch keinen Titel, aber einen geplanten Release-Termin. Er soll nämlich am 6. Februar 2010 erscheinen, der Tag, an dem Marley 65 Jahre alt geworden wäre.

Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Donnerstag, 7. Februar 2008

"Shine a Light" eröffnet Berlinale

Martin Scorseses Rolling Stones-Dokumentation Shine a Light eröffnet heute Abend die diesjährige Berlinale. Scorsese hat bereits in einigen seiner Filme auf Musik von den Stones zurückgegriffen und die Dokumentation war lange in Planung. Mit der Arbeit begann der Regisseur während der Post Production-Phase zu seinem vorherigen Film The Departed (für diesen gewann er den Oscar), bevor dieser überhaupt fertig war.

Nur die ersten Minuten sind tatsächlich eine kurze Dokumentation über die Rockband mit Zitaten und Interviews, der Rest ist eigentlich ein Konzertfilm, wie Woodstock es gewesen war. Es ist ein kleines Stones-Konzert in einem alten New Yorker Theater, aufgeführt zu Ehren von Bill Clinton, der an jenem Tag 60 Jahre alt wurde. Aber gut ist es, genau so wie die großen Stones-Hits, die nach all den Jahren nichts von ihrer Power verloren haben. Dennoch ist es schade, dass man nicht mehr Einblicke in das Bandleben erhält. Die Musik ist gut, der Film aber hätte persönlicher sein und die Band dem Kinopublikum näher bringen können.

"James Bond - Quantum of Solace" Poster

Diesen November wird der neue James Bond-Film ins Kino kommen. Der vielversprechende Titel lautet Quantum of Solace. Vielversprechend? Vielen gefällt der Titel überhaupt nicht, doch ich mag ihn. Er bringt genug Mysteriöses mit sich, um sich für James Bond, bekanntlich ein Spionagefilm, zu qualifizieren. Außerdem ist dies, ebenso wie Casino Royale, ein Originaltitel einer Geschichte von Ian Fleming.

Neben Daniel Crag als 007 werden u.a. Judi Dench, Jeffrey Wright und Olga Kurylenko als Darsteller zu sehen sein.

Heute bin ich über ein erstes Poster zu diesem 007-Streifen gestolpert und wollte es euch natürlich nicht vorenthalten:

Sonntag, 3. Februar 2008

Von Wim Wenders, der auszog

Und noch einen guten Artikel habe ich heute auf der Webseite der FAZ gefunden, wenn auch keinen brandaktuellen. FAZ-Feuilleton-Redakteur Andreas Kilb schreibt über die Wim Wenders-Dokumentation Von einem, der auszog. Und das ist keine Dokumentation von Wim Wenders, sondern eine über ihn.

Gedreht hat den Film Marcel Wehn, Absolvent der Filmakademie Ludwigsburg. Der Film war seine Abschlussarbeit.

"Wim Wenders' frühe Jahre“ ist ein Untertitel wie für einen Klassenaufsatz. Und so beginnt der Film auch: mit einem Regisseur, der alte Fotos betrachtet, die in Reihen von der Decke hängen, und dabei artig seine Lebensstationen abhakt. Dann kommen Originaldokumente ins Bild: der erste Schmalspurfilm des Schülers W., der strenge Vater - ein Chefarzt -, der Bruder, die schweigsame Mutter. Wim Wenders ist im Haus eines Patriarchen groß geworden, wie sein Alter Ego Sam Farber in „Bis ans Ende der Welt“, und seine Helden sind verlorene Söhne wie Travis in „Paris, Texas“; nur die Engel unter ihnen gründen eine Familie. Man weiß es längst; bei Marcel Wehn sieht man nun, woher es kommt. Seine Bilder passen zu denen, die wir kennen.
(...)

Aber dann tritt ein anderer Wenders ins Bild, einer, der plötzlich, mitten in seinen Bummeljahren in Paris, ganz genau weiß, was er will, und es auch durchsetzt. Ulrike Sachweh, seine erste Liebe, hat ihn für einen anderen Mann verlassen, doch von da an ist es Wenders, der die Frauen verlässt, die Freunde, die Mitarbeiter, die Schauspieler. Und so reden sie in die Kamera: als Verlassene und Verletzte, als Wenders-Material, zurückgelassen auf der Straße zum Ruhm. Am meisten verletzt ist der Kameramann Robby Müller, der sich mit dem Regisseur bei den Dreharbeiten zu „Bis ans Ende der Welt“ verkracht hat; gleich dahinter kommt Lisa Kreuzer, von der sich Wenders trennte, als ihm sein „Hammett“-Projekt in Hollywood wichtiger war. Man sieht den beiden an, dass sie den Streit, den Wenders ihnen nicht gegönnt hat, immer noch gern mit ihm austragen würden. Aber mit Wim Wenders kann man keinen richtigen Krach anfangen, auch im Kino nicht, wie der Fall von „In weiter Ferne, so nah!“ beweist, der zwar viele Verrisse, aber keine Debatte ausgelöst hat. „Die innere innige Ruhe“, die Edda Köchl-König, Wenders' erste Ehefrau, ihrem Exmann bescheinigt, ist seinen Filmen gleichfalls eingeprägt.

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Mike Nichols: Wo ist das Leben in einem Stoff?

Die FAZ hat ein Interview mit Mike Nichols über seinen neuen Film Der Krieg des Charlie Wilson geführt. Auszug und Link folgen:

Es ist bestimmt nicht sein bester Film, aber einer der bestbesetzten, die Mike Nichols je gedreht hat: Julia Roberts, Tom Hanks und Phil Seymour Hoffman sind die Stars in „Der Krieg des Charlie Wilson“, der in den achtziger Jahren spielt und satirisch, aber politisch etwas handzahm vom Einsatz eines Kongressabgeordneten für die afghanischen Mudschahedin in ihrem Kampf gegen die Sowjets erzählt. Mike Nichols, der 1931 in Berlin als Michael Igor Peschkowsky geboren wurde und 1939 mit seiner Familie nach Amerika floh, ist ein charmanter älterer Herr, der Emmys, Tonys und Oscars gewonnen und Filme wie „Die Reifeprüfung“ (1967), „Die Waffen der Frauen“ (1988) oder „Hautnah“ (2004) gedreht hat.

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Samstag, 2. Februar 2008

"Red Cliff" Trailer

Heute habe ich den Trailer zu John Woos neuem Film Red Cliff entdeckt. Dies ist der erste Film, den Woo seit 1992 wieder in Asien gedreht hat. Red Cliff ist ein Episoden-Film, bestehend aus zwei zweistündigen Teilen, die in Asien im Juli und im Dezember 2008 in die Kinos kommen sollen. In Europa wird der 75 Millionen US-Dollar teure Film am Stück gezeigt, dafür aber auf eine Länge von etwa zweineinhalb Stunden gekürzt. Nachfolgend nun der Trailer via YouTube:

Del Toro: Regisseur von "Der Hobbit"?

The Hollywood Reporter berichtet, dass Guillermo Del Toro, Gerüchten zufolge, als neuer Regisseur der Fantasy-Adaption J.R.R. Tolkiens Der Hobbit gehandelt wird. Obwohl die beiden involvierten Studios New Line und MGM das Risiko vermeiden wollten, Peter Jacksons große Fangemeinde zu verärgern, wird Jackson nun doch nicht als Regisseur oder Autor am Fantasy-Film mitwirken. Allerdings soll Peter Jackson als Executive Producer (ausführender Produzent) beteiligt sein und zusammen mit Del Toro kreative Entscheidungen treffen sowie beim Drehbuch ein Wort mitreden dürfen. Wer dieses schreibt und damit Tolkiens bekanntes Fantasy-Märchen für die große Leinwand adaptiert, ist noch nicht klar.

Guillermo Del Toro ist derzeit noch mit Hellboy 2: The Golden Army beschäftigt, der sich aktuell in der Post-Production-Phase befindet. Andere Filme, bei denen Del Toro Regie geführt hat, sind Mimic, Hellboy und Pans Labyrinth. Letzterer gehört meiner Meinung nach zu den eindeutig besseren Filmen des Jahres 2006.

Wertungssystem

Dieses Jahr möchte ich endlich damit anfangen, regelmäßig Filmkritiken auf Filmrezensent.de zu veröffentlichen. Dafür muss ich mich noch für ein einheitliches Wertungssystem entscheiden und ich möchte auch noch meine Bewertungsdatenbank etwas anfüllen, bevor es richtig los geht.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich die Bewertungen von Amazon.de übernehmen werde, wo man eine Wertung von 1 bis 5 Sternen vergeben kann, wobei 5 die beste Wertung darstellt. Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, ein radikaleres System zu nutzen: 1 bis 3 Sterne, wobei schlechte Filme einen, mittelmäßige zwei und gute Filme drei Sterne bekommen. Aber dann wurde mir klar, dass es sowohl am unteren als auch am oberen Ende der Skala immer noch etliche Filme gibt, die sich qualitativ stark voneinander unterscheiden, so dass man diese noch einmal abgrenzen sollte. Also, sehr wahrscheinlich werden es dann 1-5 Sterne werden.

Mit den ersten Rezensionen könnt ihr wohl ab Mitte des Jahres rechnen. Bis dahin werde ich aber gerne News und Aktuelles über die Filmbranche schreiben, damit das Blog nicht mehr so leer bleibt.