Sonntag, 18. Mai 2008

Indiana Jones in Cannes

Ich habe heute schon die ganze Zeit ein kribbelndes Gefühl, denn heute ist die offizielle Premiere vom vierten Teil der Indiana Jones-Reihe in Cannes. Das Screening ist die erste Aufführung des neuen Spielberg-Films.

Wie Steven Spielberg es so oft tut, macht er auch um diesen Blockbuster ein großes Geheimnis. In Zeiten von Internet-Berichterstattungen, Fan-Berichten, Online-Marketingkampagnen und Videos auf YouTube ist dies schon fast eine veralterte Form des Marketings, aber bisher hat der Regisseur damit immer richtig gelegen. So hatte er zum Beispiel im Vorfeld zu Jurassic Park kaum Bilder der Dinosaurier gezeigt, um die Spannung beim Zuschauer aufrecht zu erhalten und sein Interesse zu wecken.

Doch das große Geheimnis um Indiana Jones wird heute endlich aufgelöst werden, wenn der Abenteuer-Film den anspruchsvollen Kritikern in Cannes vorgeführt wird. Andere Hollywood-Blockbuster wurden hier in der Vergangenheit vom Publikum verschmäht, The Da Vinci Code war sogar lauthals ausgelacht worden. Nun hat dieser trotzdem mehrere hundert Millionen eingespielt und Rekorde gebrochen, aber man fragt sich dennoch, weshalb Spielberg das Risiko von schlechter Kritik überhaupt eingehen möchte. Das Interesse am vierten Teil des Franchises ist bereits sehr hoch, weshalb er einen Cannes-Besuch nicht für die Vermarktung des Filmes nutzen müsste.

Ich vertraue da einfach einmal auf den Instinkt von Steven Spielberg und George Lucas, der die Idee zum Film lieferte und ihn produzierte. Und ich warte natürlich auf die ersten Berichte, die vielleicht heute noch an die Öffentlichkeit sickern werden.

Donnerstag, 15. Mai 2008

TV-Tipp für Freitag, 16.05.2008: Bubba Ho-Tep

Wenn ihr Freitag Nacht noch etwas Zeit für etwas Fernsehunterhaltung habt, so habe ich für euch einen Geheimtipp. Arte zeigt nämlich um 23:20 den Film Bubba Ho-Tep mit Bruce Campbell und Ossie Davis in den Hauptrollen.

In diesem amüsanten B-Movie treibt eine 3000 Jahre alte Mumie ihr Unwesen und saugt den Senioren in einem abgelegenen Altersheim die Seelen aus, und zwar aus ihrem Allerwertesten. Um die Groteske perfekt zu machen, ist Elvis Presley gar nicht tot, sondern einer der Senioren im Altersheim - und er hat Krebs an seinem Penis. Eine Paraderolle für Bruce Campbell. Sein guter Freund, gespielt von Ossie Davis, hält sich selbst für John F. Kennedy.

Was hier schräg klingt, das ist es auch. Aber es macht wahnsinnig Spaß und es ist immer wieder gut zu sehen, was man auch mit einem kleinen Budget und guten Ideen so alles hinbekommen kann.

Der von Brian Tyler komponierte Soundtrack ist übrigens spitze.